Wie läuft das genau bei einem Hedgefond?

Im Gegensatz zu Fonds mit festen Anlagerichtlinien bieten Hegdefonds ein breites Spektrum an Anlagen. Von Aktien über Rentenpapiere bis zu Future- und Optionsgeschäften. Die Anlage verfolgt dabei mehrere Strategien. Bei Bedarf nehmen die Fondsbetreiber auch Kredite auf, um attraktive Anlagen zu tätigen. Diesen großen Gestaltungsmöglichkeiten stehen jedoch auch enorme Risiken gegenüber.
Nur mit einem Hegdefond hat man etwa die Chance, auch bei fallenden Aktien oder Zinsen Geld zu verdienen. Die positive Rendite entsteht hierbei aus der Spekulation auf eben diese fallenden Kurse. Beispiel: Wenn der Fondsmanager für eine Aktie eine negative Entwicklung erwartet, startet er einen sogenannten Aktienleerverkauf. Dafür leiht er sich die entsprechenden Wertpapiere bei einem anderen Investor und verkauft sie zum aktuell hohen Kurs. Sobald die Kurse gefallen sind, kauft er die Aktien zurück und liefert sie dem ursprünglichen Eigentümer. Der Gewinn errechnet sich aus der Differenz zwischen Verkaufswert und Wiederbeschaffungskosten, abzüglich der Leihzinsen.
Wenn die Prognose richtig war, erzielen die Anleger mit ihren Fondsanteilen eine hohe Rendite. Doch es gibt auch negative Schlagzeilen wie im Oktober 2008 beim Verlust von 15 Milliarden Euro durch die Spekulation mit VW-Aktien. Da solche Transaktionen mit erheblichen Risiken belastet sind, sollte man daher für seine Anlage nur einen Hedgefond wählen, der auch in unsicheren Märkten gute Ergebnisse erzielt hat. Oftmals liegt dies direkt in einzelnen hochqualifizierten Fondsmanagern begründet oder in einem Team, das optimal die Risiken streut.
Wer eine Kapitaleinlage in Hedgefonds macht, bindet sich dabei vertraglich für mehrere Monate bis Jahre. In der Praxis sind es jedoch meist institutionelle Anleger, die Kapital in Hedgefonds fließen lassen. Für deutsche Privatanleger ist die Investition seit 2004 nur in Dachhedgefonds erlaubt.

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